C-Texte

07 Tageblatt

Neben dem Film sind es vor allem Tageszeitungen und Journale, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die visuelle Repräsentation von Wissenschaftler*innen prägen und durch immer wiederkehrende Motive und formale Gestaltungselemente reproduzieren. Das hier gezeigte Tableau von Pressefotos aus dem Göttinger Tageblatt ist eine Auswahl der slowenischen Künstlerin Nina Pivk. Im Sommer 2018 sichtete […]

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Die Wahrheit der Silhouette?

Albrecht von Haller äußerte sich sehr zurückhaltend gegenüber der überschwänglichen Beschreibung seines Profils durch Lavater. In den „Göttingischen Anzeigen“ von 1776 bemerkt er: „…wie dann [meiner] Silhouette Herr L. eine Menge von Eigenschaften wahrnimmt, die er aus [meinen] Schriften erkennt zu haben vermuthlich sich versichert, die uns aber viel zu fein vorkommen, als daß man

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Intimität und Exposition

Studio- wie Amateurfotografien existierten sowohl als Einzelstücke, wurden aber auch vielfach in Alben gesammelt. Fotoalben dienten zum einen der Aufbewahrung persönlicher Erinnerungsstücke und zum anderen zu Repräsentationszwecken der bürgerlichen Familie. Sie spielen eine zentrale Rolle in der Bildung und Festigung von individuellen und kollektiven Identitäten. Im Zusammenstellen und Anordnen der Fotografien wird eine Lebensgeschichte oder

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Lavater und Haller: Das „Urbild des Gelehrten“

In seinem vierbändigen Hauptwerk „Physiognomische Fragmente zur Beförderung der Menschenkenntniß und Menschenliebe“ (1775–1778) war Johann Caspar Lavater nicht nur an einer Entsprechung von äußerer Erscheinung und innerem Wesen eines Menschen interessiert. Er versuchte auch, vom individuellen Fall zu abstrahieren und Menschentypen zu konstruieren. So galt ihm der Schattenriss des Göttinger Gelehrten Albrecht von Haller (1708-1777)

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Ethnologie des Institutslebens

Im bürgerlichen Familienalbum werden neben Portraits der Familienmitglieder auch Fotografien von wichtigen Ereignissen gesammelt. Ganz ähnlich dazu existieren auch an universitären Instituten Fotosammlungen, auf denen neben einzelnen Personen vor allem festliche Anlässe wie Geburtstagsfeiern, Betriebsausflüge oder akademische Abschlussfeiern festgehalten sind. Aus diesen Situationen überliefern sie, anders als offizielle Fotos, eingebettete Perspektiven von Teilnehmer*innen. Unabhängig vom

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Das Silhouettieren 

Ihre Popularität verdankten Silhouetten auch ihrer relativ einfachen Herstellung. Anleitungsbücher ermöglichten auch Laien das Schattenreißen. Zusätzlich machten technische Hilfsmittel die Herstellung zu einem beinahe mechanischen Verfahren: Ein spezieller Silhouettierstuhl half, den Kopf der oder des Portraitierten zu fixieren, sodass der Schattenwurf mittels einer Kerze auf transparentes Papier geworfen wurde. Mit dem sogenannten „Storchenschnabel“ konnte der

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„Wie mit dem Pinsel bearbeitet“ – Technik und Ästhetik der Schabkunst 

Für die grafische Ausführung der Portraits bediente sich Haid einer Technik, die seit Mitte des 17. Jahrhunderts als Schabkunst bekannt ist. Während im Kupferstich durch Stechen der Platte die dunklen Stellen und Linien erzeugt werden, verfährt die Schabkunst genau umgekehrt: Mit dem sogenannten Schabeisen werden die hellen Stellen aus dem tiefschwarzen Grund der Kupferplatte herausgearbeitet.

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„Making of“-Fotos

Wie viel Inszenierung in den Image-Fotografien steckt, zeigt die Dokumentation der Produktions- und Postproduktionsschritte. Hintergrund und Beleuchtung werden eingerichtet, die Inszenierung zwischen Fotografen und Portraitierten diskutiert, Posen eingenommen und variiert. Eine Kameraposition auf Augenhöhe vermittelt Nahbarkeit. Die Aufnahmen werden gesichtet und das Setting angepasst, um zu Ergebnissen zu kommen, die alle Beteiligten zufriedenstellen. Die mehrdeutigen

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Wer repräsentiert die Universität?

Ein Portraitbildband ist keine neutrale Zusammenstellung, sondern eine Auswahl: Er fasst bestimmte Personen zu einer Gruppe zusammen und schließt andere davon aus. Die Auswahl folgt dabei nur vordergründig den individuellen Kriterien der Herausgeber*innen. Vielmehr sind immer auch zeitgenössische Vorstellungen von Zugehörigkeit maßgeblich. Besonders folgenreich zeigt sich dies in der Zeit des Nationalsozialismus. 1937 gab der

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