Friederike Röpke

Wer repräsentiert die Universität?

Ein Portraitbildband ist keine neutrale Zusammenstellung, sondern eine Auswahl: Er fasst bestimmte Personen zu einer Gruppe zusammen und schließt andere davon aus. Die Auswahl folgt dabei nur vordergründig den individuellen Kriterien der Herausgeber*innen. Vielmehr sind immer auch zeitgenössische Vorstellungen von Zugehörigkeit maßgeblich. Besonders folgenreich zeigt sich dies in der Zeit des Nationalsozialismus. 1937 gab der

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Medienwechsel: Vom Ölgemälde zum Mezzotinto  

Um die Authentizität der Abbildungen zu garantieren, fertigte sie der Kupferstecher Haid möglichst nach dem Original an. Dazu wurden die gemalten Vorlagen vom Rahmen gelöst, in Pergamentpapier eingerollt und mithilfe reisender Kaufleute nach Augsburg transportiert. Ein direkter Bildvergleich zwischen dem Ölgemälde Georg Gottlob Richters (1694-1773) mit dem Schabkunstblatt verdeutlicht, wie Haid mit der Vorlage umging:

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Unsichtbare Helfer

Mit der Entstehung eines Wissenschaftsverständnisses, das auf Beobachtung und Experiment basierte, bedurfte es ab dem 17. Jahrhundert an der Universität auch handwerklicher Kenntnisse. Die Wissenschaftler nutzten nun zum Beobachten, Messen und Analysieren Instrumente, die konstruiert, repariert und gewartet werden mussten. Auch der Aufbau und die Durchführung von Experimenten verlangte viele Helfer und geschickte Hände. Damals

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Paare

Mit dem Aufkommen der Fotografie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden neue Bildmotive. Neben den Atelieraufnahmen ließen sich Gelehrte zunehmend in privater Umgebung abbilden. Daneben waren besonders Paarkonstellationen ein populäres Motiv. Die Bilder transportieren ein zeitgenössisches Geschlechterverhältnis, das Männern und Frauen unterschiedliche Rollen zuweist. Dabei folgen sie einem gleichbleibenden Muster, das die geschlechtsspezifische Verteilung von

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Gelehrtes Bildrätsel

Christian Wilhelm Büttner, der 1763 als Professor für Naturgeschichte nach Göttingen berufen wurde, war nicht nur ein vielseitiger Gelehrter, sondern auch ein leidenschaftlicher Sammler. Die rund 12.000 Objekte seines Naturalienkabinetts, das er der Universität Göttingen 1773 gegen eine Leibrente vermachte, stammen aus beinahe allen Bereichen der Natur und Kultur. Die Objekte im Bild zeigen nicht

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INKLUSION – EXKLUSION

Die Universität war schon immer ein exklusiver Ort. Während sie im 18. Jahrhundert wenigen gelehrten Familien vorbehalten war, blieb die Forschungsuniversität des 19. Jahrhunderts maßgeblich ein Ort des aufstrebenden Bildungsbürgertums, das sich ‚nach unten‘ abschottete. Ein sozialer Aufstieg über eine Universitätskarriere war bis weit in das 20. Jahrhundert hinein eine Ausnahme. Frauen waren an den

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Umkämpfte Portraits

Die Promotion Dorothea von Schlözers erregte weit über Göttingen hinaus Aufsehen. Viele ihrer Zeitgenossen sahen darin eine Überschreitung geltender Geschlechterrollen. Auch der ehemalige Göttinger Student Wilhelm Friedrich August Mackensen (1768-1798) äußerte sich in seinen Erinnerungen abschätzig. Schlözer würde mit ihrer Gelehrsamkeit ihre Weiblichkeit verlieren. Besonderen Anstoß nahm er daran, dass noch zu Lebzeiten von Schlözer gemalte

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Dorothea von Schlözer

Ab dem 17. Jahrhundert waren mit den Fürstenhöfen, Akademien und gelehrten Salons neue Orte des Wissens entstanden, die gewisse Spielräume für Frauen vor allem aus adeligen Kreisen eröffneten. Der  Weg an die Universität blieb jedoch weiterhin Männern vorbehalten. Dorothea von Schlözer (1770-1825) nahm zwar 1787 mit ihrer Promotion die erste Hürde für eine universitäre Laufbahn, eine

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Arzt im Dienste ihrer Majestät

Obwohl Georg Thomas von Asch nur für sein Studium nach Göttingen gekommen war, pflegte er Zeit seines Lebens eine enge Verbindung zur Georgia Augusta. Seine Position als Arzt in der medizinischen Verwaltungsbehörde des Zarenreiches ab 1763 ermöglichte es ihm, eine Vielzahl von Objekten nach Göttingen zu schicken. Die auf dem Tisch ausgebreiteten Gegenstände wie Medaillen, eine Siegelkapsel

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